Wer heute einen Handyvertrag abschließt oder das Handy wechselt, stößt fast immer auf die Frage: SIM-Karte oder eSIM? Die kleine Plastikkarte hat über 30 Jahre gute Dienste geleistet, doch inzwischen liefern Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 bei neuen Verträgen standardmäßig eine eSIM mit – und in den USA verkauft Apple iPhones bereits ohne SIM-Schacht. Wir erklären, was sich dadurch ändert, für wen die eSIM sinnvoll ist und worauf Sie beim Wechsel achten sollten.
Was ist eine eSIM?
Eine eSIM (embedded SIM) ist eine fest im Gerät verbaute SIM, die Sie digital mit dem Profil Ihres Anbieters beladen – per QR-Code oder direkt in der Kunden-App. Es gibt keine Karte mehr, die per Post kommt oder verloren gehen kann. Nach dem Scan des QR-Codes ist der Tarif in wenigen Minuten aktiv. Praktisch alle Smartphones seit 2018/2019 (iPhone ab XS, Samsung Galaxy ab S20, Google Pixel ab 3) unterstützen die Technik. Eine ausführliche Erklärung mit Geräteliste finden Sie im Ratgeber Was ist eine eSIM? unseres Schwesterprojekts e-sim24.de.
Vorteile im Alltag
- Sofort startklar: Neuer Vertrag, QR-Code scannen, fertig – kein Warten auf die Post.
- Zwei Nummern auf einem Handy: Dienstlich und privat, oder deutscher Vertrag plus günstige Reise-eSIM im Urlaub.
- Smartwatch-fähig: Apple Watch und Galaxy Watch mit Mobilfunk laufen nur mit eSIM (MultiSIM/OneNumber).
- Weniger Plastik, kein Kartentausch: Der Wechsel zwischen Geräten läuft digital.
Worauf Sie beim Wechsel achten sollten
Beim Handywechsel muss das eSIM-Profil übertragen werden. Bei iPhones und aktuellen Samsung-Geräten geht das direkt von Gerät zu Gerät; bei anderen Modellen fordern Sie in der Kunden-App Ihres Anbieters ein neues Profil an. Prüfen Sie außerdem vor dem Kauf eines Importgeräts, ob es tatsächlich eSIM unterstützt – manche Dual-SIM-Varianten aus Asien haben stattdessen zwei Kartenschächte. Und: Reise-eSIMs sind reine Datentarife ohne Rufnummer; Ihre deutsche Nummer bleibt weiterhin über den Hauptvertrag aktiv.
eSIM und DSL: die Kombination aus einer Hand
Viele unserer Kunden kombinieren den DSL- oder Glasfaseranschluss mit einem Mobilfunkvertrag desselben Anbieters – Telekom MagentaEins, Vodafone GigaKombi oder o2 Kombi-Vorteil bringen Rabatte und mehr Datenvolumen. Alle drei liefern den Mobilfunkteil auf Wunsch als eSIM. Welche Tarife die eSIM direkt mitbringen und was der Wechsel von der Plastikkarte kostet, zeigt der Vergleich eSIM-Tarife in Deutschland.
Tipp für den Urlaub
Innerhalb der EU surfen Sie mit Ihrem deutschen Tarif ohne Aufpreis. In der Türkei, Ägypten, den USA oder der Schweiz gilt das nicht – dort kosten Roaming-Pässe schnell 5 bis 10 Euro pro Tag. Eine Reise-eSIM für das Zielland gibt es ab etwa 4 Euro pro Gigabyte, sie läuft parallel zur deutschen Nummer. Beispiel: eSIM für die Türkei.
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